Grüne Jugend Ansbach

Ausbeutung bei Metro-Zulieferer

Die aktuelle Ausgabe des Spiegels(11.5.2009) berichtet über den Tod einer Arbeiterin in einer Zuliefererfabrik der Metro AG. Zu ihr gehören Firmen wie Media Markt, Saturn,Metro, Real und Galeria Kaufhof. In der Millionenstadt Chittagong in Bangladesch ist im vergangenen Dezember eine 18-Jährige Frau/Kind vor Erschöpfung zusammen gebrochen und anschließend im Krankenhaus verstorben, nachdem sie mindestens eine Stunde auf dem Boden der Fabrik liegen gelassen wurde. Die Erschöpfung könnte von den 70 Stunden herkommen, die sie pro Woche (meist 7 Tage) arbeiten musste, wofür sie nur umgerechnet 24 € bekam, circa 34 Cent pro Stunde.
Die Arbeitsbedingungen waren in dieser Fabrik, die man stellvertretend für alle anderen "Sweatshops" anführend kann, katastrophal. Das Trinkwasser roch nach Öl, wie die Arbeiter berichten und der gesetzlich zugesicherte Mutterschutz wird ihnen generell verwehrt. Allgemein wird auf die Gesetze kein Wert gelegt, wer sich aufmuggt wird einfach entlassen und steht dann auf der Straße, da es in diesen Ländern natürlich keine Sozialversicherungssysteme gibt. Meist versorgt eine Arbeiterin mit ihrem Lohn eine mehrköpfige Familie, die dann in die Röhre schaut.
Der Vater der Toten sagt aus, dass seine Tochter schon länger Durchfall und Fieber hatte, jedoch nicht einmal einen Tag frei bekam, stattdessen Schläge. Die Arbeiterinnen der Fabrik erklärten, dass Beleidigungen und Schläge die Regel seien.
Die Lohnkosten einer MetroJeans machen durchschnittlich 13 US-Cent aus. Angesichts eines Preises von ungefähr 20 €, der dann dafür im Laden verlangt wird, ist es eine Frechheit, dass in diesen Fabriken solche Zustände herrschen. Mit einer Verdopplung des Lohnes wäre den Arbeiterinnen schon sehr geholfen und Sozialstandards einzuführen würden die Endkunden am Endpreis ebenfalls nicht spüren.
Doch freiwillig werden die Großkonzerne (übrigens werden alle Klamotten, die nicht ausdrücklich mit "FairTrade" gekennzeichnet sind in diesen Zuständen produziert, also auch HundM, CundA und Co.) an dieser Praxis nichts ändern, denn das sind die Gesetze des Marktes:
Die Zulieferer müssen sich gegenseitig im Preis unterbieten, wodurch sie natürlich an allen Ecken und Enden sparen, um den Auftrag zu ergattern. Die Unternehmen haben also riesige Gewinnspannen in solch einer Kleidung, auch wenn sie nur 5 € kosten, da Transport-,Material- und Lohnkosten verschwindend gering sind!
Trotz eigener Kontrollunternehmen, die die Firmen eingeführt haben zeigt dieser Artikel, dass sich an den menschenunwürdigen Bedingungen in diesen Fabriken nichts geändert hat. Wer solche Kleidung einkauft unterstütz DIREKT diese Praxis, die Menschen in den DritteWeltLändern auszubeuten! Für Alternativen haben wir auf unserer Seite ein paar Links zusammen gestellt.


3.11 Metro reagierte auf Druck von Ci-Romero und der Clean Clothes Campaign www.ci-romero.de/de/metro_erfolg